Ein Sommernachtstraum - Marktbreiter Altstadtgenuss mit polizeilichem Schlussakkord

Bilder: Manto Graf zu Castell-Rüdenhausen

Marktbreit im Mai 2017: Nach zwei Tagen einer bunten Mischung von möglichen Reizen auf die menschlichen Sinnesorgane wie sehen, schmecken, riechen, hören, ging eine etwas andere Veranstaltung mit neuen Ideen, die sich aus alten Traditionen herleiten, zu Ende. Marktbreit als alte und bedeutende Handelsstadt tauchte ihre Bürger und zahlreiche Gäste aus Nah und Fern in dieses ursprüngliche Flair von Betriebsamkeit des Handels, unterbrochen durch eine Vielfalt musikalischer Darbietungen von einer ungewöhnlich hohen Qualität. Wann kann man zwischen der regionalen, fränkischen Blasmusik wie sie typischer nicht durch die Rüdenhäuser „Wengertsmusikanten“ dargeboten werden kann und der einheimischen Rockband des Gymnasiums „The Jam“ schon mal mit Florian Meierott, einen Geiger von internationalem Rang, so ganz einfach zur nachmittäglichen Kaffeeunterhaltung auf der Marktbühne erleben? Das neue Konzept der Touristinformation Marktbreit macht dies möglich und der Veranstalter kann, wenn man dies auch unter dem Aspekt als Generalprobe für die Zukunft sieht, seine Erwartungen als voll erfüllt ansehen. Es ist nicht die rechnerische Anzahl der Besucher, die den Erfolg einer solchen Veranstaltung ausmacht sondern die Atmosphäre, die sich über die Stadt breitet und auf angenehme Weise durchflutet und jeden, der dazu bereit ist, berührt und mitnimmt.

Und dann der Abschluss, wie er passender und würdiger nicht gestaltet werden kann – das Benefizkonzert zu Gunsten der Mukoviszidose-Stiftung des Bezirkes Unterfranken in der St. Nicolaikirche. Hierzu konnte das Kammerorchester der Bundespolizei München gewonnen werden. Die ursprüngliche Bedeutung der Kammerorchester, so der Leiter dieser Kleinbesetzung des Bundespolizeiorchesters München, Christian Lombardi, war, große Werke wie auch Opern einer breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Aufgrund ihrer Anzahl waren sie mobiler und zogen mit einem Wagen über Land und brachten eigens dafür zusammengefasste und arrangierte Ausschnitte der Gesamtwerke zur Aufführung. Musikalisch sehr anspruchsvolle Stücke wurden so, wie auch in

Marktbreit geschehen, Zuhörern nähergebracht, die den Schwerpunkt ihrer Interessen nicht ausschließlich in der klassischen Musik gesehen hatten. Ausschnitte aus der Oper Carmen oder dem Sommernachtstraum von Felix Mendelssohn-Bartholdy haben dann doch auch einige Erinnerungen hervorgerufen und den einen oder anderen Schuh zumindest mitwippen lassen, denkt man an den „Torero-Marsch“ aus Carmen und den Hochzeitsmarsch aus dem Sommernachtstraum. Mozart und Johann Nepomuk Hummel waren weitere Komponisten, deren Werke, teilweise virtuos und von höchster musikalischer Vollendung, von den Münchner Musikern dargeboten worden sind. Aber auch hier gilt: Das Ensemble und das Konzert hätten mehr Besucher verdient. Auch die Sache um die es ging, die Unterstützung zur Bekämpfung einer schrecklichen Krankheit, die aufgrund ihres relativ seltenen Vorkommens von Wissenschaft und Pharmaindustrie wie ein Stiefkind behandelt werden, hätte noch mehr Unterstützung brauchen können. Kultureller, musikalischer Hochgenuss gepaart mit dem guten Gefühl, einen kleinen Beitrag für das eigene soziale Gewissen geleistet zu haben, wäre für den Marktbreiter Altstadtgenuss der krönende Abschluss gewesen – ein Sommernachtstraum.

                                                                                                                         Eva Castell-Rüdenhausen

                                                                                        

 

         

 

 

 


Vollbesetzte Rathausdiele beim "geschmackvollen" Matinee-Konzert mit dem Chor "kreuz und quer" unter der Leitung von Silke Meyer

Foto Chor: Vokalensemble "Kreuz und Quer"

Foto Türmeführung: Hannes Frischat

Sonntag früh, 11:00 Uhr, strahlender Sonnenschein und prachtvolle musikalische Klänge bei weit geöffneten Rathausfenstern bis vor das Stadttor. So oder ähnlich könnte man die vormittägliche Matinée zur Marktzeit beschreiben. Die Stühle in der Rathausdiele waren voll besetzt und so waren an den offenen Fenstern immer wieder mitwippende und sichtlich von der Darbietung des Chors "Kreuz und Quer" begeisterte Zuhörer zu sehen. Ein lustiges und mitreißendes Konzert zum Marktbreiter Altstadtgenuss. Mein Dank gilt den Sängerinnen und Sängern, die unseren Markt durch Ihr ehrenamtliches Engagement so großartig unterstützt haben.

Ebenfalls bedanken möchte ich mich bei unseren großartigen Nachwuchsmusikerinnen und -musikern der Musikschule Marktbreit unter Leitung von Steffen Zeller und den Tänzerinnen um Natascha Mann, welche mit ihren "Tänzen zum Kaffee" das Publikum verzaubert haben. Nicht zuletzt möchte ich mich   bei unseren beiden Stadtführern Frau Ulli Zink und Herrn Harald Damm bedanken, dass sie bereit waren an beiden Markttagen unsere Gäste aus Marktbreit und Umgebung im historischen Gewand von Turm zu Turm zu führen. Die Führungen wurden ausgesprochen gut angenommen.

Eva Castell-Rüdenhausen



 

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