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Mauer am Breitbach
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Schon 1496
begann man mit dem Bau einer einfachen Dorfbefestigung.
Georg
Ludwig v. Seinsheim veranlaßte Mitte des 16. Jhds. die Anlage
einer 1200 Meter langen und 6 m hohen Mauer, mit 11 Türmen und 4
Toren. Das Werk wurde mit dem Bau des Maintores im Jahre
1600 abgeschlossen.
Der erste
Bauabschnitt begann am Rathaus, und folgte dem südlichen Breitbachufer nach
Osten. Vor dem Breitbachübergang am ehemaligen
Pförtleinstor (1837 abgebrochen) stehen heute noch die
Reste eines Rundturmes.
Die östlichste Ecke bildet der Weisse Turm (1601 erhöht).
Alle Türme waren in früheren Zeiten bewohnt, im Weissen
Turm waren früher der Kuhhirte, die Hebamme und der Bader
Zuhause.
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Weisser Turm
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Der
zweite Bauabschnitt wandte sich nach Süden, erhielt einen
Halbturm und erreichte ohne Unterbrechung den Flurersturm, in dem
ursprünglich der Schafhirte wohnte. Nach seinem
letzten Bewohner heißt der Turm heute noch
"Höfersturm". An einer Bruchstelle sind die Höhe und Breite der
Stadtmauer sichtbar.
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Flurersturm
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Der dritte
Abschnitt biegt am ehem. Spital vorbei, durch die
Bernhard-Fischer-Straße, nach Westen. Ein kurz
sichtbarer, trockener
Graben verdeutlicht den Querschnitt des ehemaligen Dorfgrabens.
Die
Häuserzeile in dieser Straße, und bergaufwärts in der
Bahnhofstraße, entstand als sogen. Vorstadt nach dem
großen Hochwasser von 1784. Laut einer Urkunde ist das
Haus Bernhard-Fischer-Str. Nr. 3 "der Vorstadt erstes Haus". |
| Überquert man
die Bahnhofstraße in Richtung Friedhofseingang, so steht
man an der Mauerlücke, an der sich früher das Steigtor
befand (1856 abgebrochen). Hier war die Südausfahrt des
Ortes, die vor dem Eisenbahnbau 1865 steil bergwärts den
Ort verließ.
Ein lohnenswerter Abstecher ist der Gang zu den Friedhofsarkaden
oder in die katholische Kirche.
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Stegturm
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Zwischen der Friedhofsmauer und der Dorfmauer, zog sich einst der im 19. Jahrhundert
mit alten Epitaphien aufgefüllte und zugeschüttete Dorfgraben
hin.
Der dadurch entstandene Weg trägt seit dieser Zeit den Namen Schillerallee.
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Fallmeisterturm
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An zwei Türmen vorbei, dem Stegturm und Fallmeisterturm, führt
der Weg zum Henkersturm, wo die Mauer nach Norden schwenkt. Hier
ist wegen der aufgesetzten Häuser nur noch wenig von der Mauer zu
sehen. Im Verlauf der Stadtmauer, quer zur Ochsenfurter
Straße, stand das Buheleitentor (1844 abgebrochen), der Westausgang des
Orts. Von hier sind es nur wenige Meter bis
zum Alzheimer-Haus
in der Ochsenfurter Str. 15a. |
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Am Graben
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In der Straße "Am Graben" setzt sich der Weg fort,
vorbei an einem Halbturm, zum Schwarzen oder Centturm, dem
ältesten Stadtturm des Ortes, errichtet 1496, aufgestockt 1601.
Der Turm mit "welscher Haube" schließt direkt an das
Rathaus an. Der
unterste Raume bis zur Höhe des ersten Rathausstocks, war früher
das Verlies. Im Turm bewahrte
man auch die Büchsen zur Bewaffnung von Wachposten
auf. Von seiner alten holzgetäfelten Turmstube,
ausgestattet mit Umlaufbänken und Tischen, eröffnet sich ein
herrlicher Blick auf den Main und den Nachbarort Segnitz, sowie in
das Maintal Richtung Ochsenfurt und Marktsteft. |
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Maintor
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Den wichtigsten Zugang zur Stadt
bildete das Maintor, das 1600 als Abschluß der
Stadtbefestigung erbaut wurde. Es gehört zur
Spätrenaissance; Süd-
und Nordseite sind durch Bossenquader verstärkt.
Große Schießscharten
ermöglichten die Verteidigung zur Bachseite hin.
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Schießschartenblick
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| Über dem
Rundbogentor des Maintores sitzt der Giebel mit zwei Doppelfenstern, im Sturz
mit Vorhanggewänden. Im zweiten Feld drei Fenster mit
geradlinigen Gewänden, während das nächste Giebelfeld durch
eine Uhr ausgefüllt wird. Der niedrige Auszug wird von einem
viereckigen Glockenturm überragt. Das Glöcklein selbst soll
ehedem in der alten Kapelle St. Nikolai gehangen, später als
Steuerglöcklein verwendet worden sein.
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| Nachdem der Ort
im Jahre 1600 so befestigt war, konnte er seiner Aufgabe
nachkommen, den Ein- und Umwohnern in Kriegszeiten als
Zufluchtsort zu dienen. Der Nachteil war allerdings täglich
spürbar: Die Enge im Wohnbereich des Stadtkerns war erdrückend.
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