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Stadtteil Gnodstadt

Funde aus der Hallstattzeit in der Umgebung weisen auf eine frühe Besiedlung hin. 1130 wird "gnozestatt" "villa" (= Dorf) genannt. Ein Rittergeschlecht v. Gnodstadt ist schon für das 13. Jahrhundert erwähnt. 1448 kauft der Markgraf v. Brandenburg- Ansbach den Ort. 1806 wurde Gnodstadt bayerisch. Seit 1978 ist Gnodstadt ein Stadtteil von Marktbreit und zählt rd. 650 Einwohner.

Aus Gnodstadt stammt der am 5. April 1846 geborene Dichter, Schriftsteller und Publizist Michael Georg Conrad. Eine Kurzbiographie finden Sie hier

Evang. Luth. Pfarrkirche
Gnodstadt hatte einst eine Umwallung aus Gräben und Türmen (Anfang des 19. Jh. abgebaut), auch der Kirchhof war befestigt. Der Turm der Kirche ist in das 13. Jh. zu datieren, der Helm stammt von 1577. Der spätgotische Chor wurde 1492 errichtet. Auch das Langhaus ist im Kern gotisch, wurde aber im 18. Jh. verändert. Im Innern finden sich im Norden und Westen zwei- und dreigeschossige Emporen.
An der nördlichen, mittleren Emporenbrüstung wurden bei der letzter Erneuerung Gemälde mit Passionsszenen freigelegt.
 Freskenreste am Chorbogen zeigen zwei Engel mit Leidenswerkzeugen. Von der Ausstattung der hübschen Dorfkirche seien noch erwähnt: Der Altar von ca. 1680 mit einer Abendmahlsdarstellung, der Taufstein, eine Steinmetzarbeit von 1597, und eine Reihe von gut gearbeiteten Pfarrersepitaphien (1617-1708).

Rathaus
Ein Rathaus wird schon für das Jahr 1463 genannt. Der heutige Bau entstammt den Jahren 1730-32. Einfaches, einstöckiges Gebäude mit großem Saal.
 

Weitere Denkmäler und Sehenswürdigkeiten


 

Nordwestlich der Ortschaft, am Flurbereinigungsweg nach Ochsenfurt steht ein mächtiger Renaissance- Bildstock von 1586. Der Bildstock wurde im Jahr 2001 umfassend restauriert und die hohe künstlerische Qualität der Martersäule wieder- hergestellt.
In der Ortsmitte befindet sich ein malerischer Dorfbrunnen mit Sinnspruch und Jahreszahl (1920).


 

Auf der Bundesstraße 13, im Zusammenstoß verschiedener Flurmarkungen, steht auf Gnodstadter Gemarkung inmitten der Fahrbahn die "Pyramide". Auf der nach Süden gewandten Seite ist, aus dem Lateinischen ins Deutsche übertragen, folgendes zu lesen:

"Denkmal zur Erinnerung an die Herstellung dieser Staatsstraße, die von dem allergnädigsten Fürsten und Herren Christian Karl Alexander, Markgrafen zu Brandenburg, nicht aus Steuern der Untertanen sondern aus eigenen Mitteln erbaut wurde im Jahre 1766 bis 1773."
Die Pyramide erinnert an den Kunststraßenbau des letzten Markgrafen, der auf seinem Territorium an Stelle der alten ausgefahrenen Heerstraße eine Chausee nach franz. Vorbild anlegen ließ.

Umfassender Text und Bilder!

In Gnodstadt laden zwei Landgasthöfe zum Verweilen ein. An der Brauerei- Gaststätte Düll befindet sich ein schöner Wirtshausausleger, der jüngeren Datums ist, aber barocke Formen aufweist.
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