|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
| Dr. Alois Alzheimer 1864 - 1915 Gedenk- und Tagungsstätte in Marktbreit bei Würzburg, Ochsenfurter Straße 15a Am 14. Juni 1864 kam noch vor dem Morgengrauen der kleine Aloysius als Sohn des Notars Eduard Alzheimer und dessen zweiter Ehefrau Theresia in Marktbreit in der jetzigen Ochsenfurter Straße 15a zur Welt. Auch die Taufe erfolgte im elterlichen Haus. Als Taufspender fungierte Ignaz Ruland, Domkapitular zu Würzburg, als Taufpate Alois Alzheimer, Kaplan zu Sulzfeld. |
|
|
|
|
Wichtige Stationen seines Lebens waren 1883 Reifeprüfung in
Aschaffenburg, Studienaufenthalte in Berlin, Tübingen und Würzburg, wo er 1887 seine
Dissertation "Über die Ohrschmalzdrüsen" erstellte mit ersten histologischen Tafeln. Im Dezember 1888 wurde Alois Alzheimer Assistenzarzt an der "Städtischen Heilanstalt für Irre und Epileptische" in Frankfurt am Main und später II. Arzt (Oberarzt). |
|
| Im April 1894 heiratete Alois Alzheimer die Witwe C. S. Nathalie Geisenheimer, geb. Wallerstein (1860 - 1901). Aus der Ehe gingen drei Kinder hervor. |
|
|
|
|
Der Ursprung der Bezeichnung "Morbus Alzheimer" geht auf
den Fall einer 51-jährigen Patientin zurück ("Frau Auguste D."), die im
November 1901 in der Frankfurter Klinik mit den Zeichen einer Demenz aufgenommen wurde.
1906 berichtete Alois Alzheimer auf der "37. Tagung Südwestdeutscher Irrenärzte" in Tübingen im November über diese Patientin. Sein Vortrag hatte den Titel "Über eine eigenartige Erkrankung der Hirnrinde". Später wurde die präsenile Demenz auf Vorschlag von Emil Kraepelin als "Morbus Alzheimer" bezeichnet. |
|
| 1903 verließ Alois Alzheimer Frankfurt und siedelte über
Heidelberg nach München um, um an der "Königlichen Psychiatrischen Klinik" (Direktor: Emil Kraepelin) seine wissenschaftliche und ärztliche Tätigkeit fortzusetzen. Unter seiner Leitung wurde das Labor an der Münchner Klinik zum Zentrum histopathologischer Forschung. |
|
|
|
|
Am 16. Juli 1912 übernahm Alois Alzheimer das Direktorat der Psychiatrischen- und Nervenklinik der Schlesischen Friedrich-Wilhelm-Universität in Breslau. Kaiser Wilhelm II. unterschrieb seine Bestallungsurkunde. | |
| Ab Oktober wurde Alois Alzheimer zunehmend bettlägrig und verstarb am 19. Dezember 1915 in Breslau an Nierenversagen. Seine letzte Ruhestätte fand er auf dem Hauptfriedhof in Frankfurt am Main, wo seine Frau schon am 28. Februar 1901 beigesetzt wurde. |
|
|
|
|
Vom Geburtshaus war bis zum Jahre 1989 wenig bekannt.
Es wurde 1989 im Rahmen eines Symposiums zum 125. Geburtstag von Alois Alzheimer
identifiziert und am Donnerstag den 22. Juni 1989, mit einer Gedenktafel versehen. 1995 erwarb die Firma Eli Lilly and Company das Haus; es wird als Gedenk- und Tagungsstätte genutzt. |
|
| Quelle: Prospekt des Alzheimer- Hauses, © 1998 Firma Eli Lilly and Company, Saalburgstraße 153, 61350 Bad Homburg |
Zu
Bildern aus dem |
|
|